Das fabuly-Netzwerktreffen: Neue Perspektiven für eine zukunftsfähige Region

01.04.2025
Vergangene Woche fand im Schullandheim Hobbach das jährliche Netzwerktreffen der Wissensplattform fabuly statt. Rund 40 engagierte Teilnehmende aus Kommunen, Zivilgesellschaft, Bildung sowie Kunst und Kultur trafen sich, um sich auszutauschen und gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft für den Bayerischen Untermain zu arbeiten.

fabuly Projektmanagerin Carina Bläser begrüßt die Teilnehmenden (Bild: LAG Main4Eck Miltenberg e.V.)
fabuly Projektmanagerin Carina Bläser begrüßt die Teilnehmenden

Nachhaltigkeit auf einen Klick

fabuly ist eine kosten- und werbefreie regionale Bildungsplattform, die seit ihrer Gründung spannende Projekte und Orte aus den Bereichen Bildung, Freizeit und Nachhaltigkeit am Bayerischen Untermain präsentiert. Dank einer erneuten finanziellen Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat wurde die Plattform 2024 um den ecoKompass – die Bereiche „Energie“, „Ernährung & Konsum“ sowie „Mobilität“ – erweitert.

Müllflut: Warum wir dringend handeln müssen

Ein zentrales Element der Veranstaltung war eine Weiterbildung zum Thema Plastik- und Müllvermeidung von Julia Groothedde, Gründerin und Leiterin des inklusiven Bildungsinstituts "GrünNatürlich" sowie Referentin für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Präsentation machte eindrucksvoll deutlich, dass Kunststoffe, beispielsweise in Form von Kleidung, ein gravierendes Problem darstellen.

Fast Fashion – große Folgen

Jährlich landen in Deutschland rund eine Million Tonnen Altkleider im Müll – doch nicht nur das Wegwerfen von Kleidung ist problematisch. Auch die alltägliche Nutzung synthetischer Textilien setzt kleinste Teilchen frei. Synthetische Kleidung ist für 35 % des sog. Mikroplastiks in den Ozeanen verantwortlich. Das Herausfiltern stellt immer noch eine besondere Herausforderung dar. Selbst Kläranlagen können nur bedingt Mikroplastik aus Kosmetikprodukten und synthetischen Textilien zurückhalten – bis zu 14 Partikel pro Liter gelangen in die Gewässer.

Gigantische Müllstrudel

Darüber hinaus wurden die sogenannten "Garbage Patches" thematisiert – riesige Müllwirbel, die durch Meeresströmungen entstehen. Der Great Pacific Garbage Patch, der dreimal so groß ist wie Frankreich, enthält rund 80.000 Tonnen Plastikmüll. Ähnliche Müllstrudel existieren auch im Atlantik und im Indischen Ozean. Besonders alarmierend: Nur ein Teil des Plastiks treibt auf der Oberfläche. Ein Großteil des Kunststoffes sinkt auf den Meeresboden – unsere Meere werden so zu unsichtbaren Mülldeponien.

Warum wir eine Kreditkarte pro Woche essen

Diese Verschmutzung hat weitreichende ökologische und gesundheitliche Folgen. Eine Studie im Auftrag des WWF zeigt, dass wir wöchentlich durchschnittlich bis zu fünf Gramm Mikroplastik aufnehmen – das entspricht etwa dem Gewicht einer Kreditkarte. Kunststoffpartikel können jedoch sowohl im Wasser gelöste Umweltgifte ansammeln und über die Nahrungskette im menschlichen Körper anreichern als auch gesundheitsschädliche Auswirkungen wie eine verminderte Fruchtbarkeit oder ein erhöhtes Krebsrisiko mit sich bringen.

Nachhaltigkeit praktisch erleben

Trotz der globalen Dimension des Problems können wir alle einen Beitrag leisten. Im „Markt der Möglichkeiten“ hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über nachhaltige Ideen zu informieren und selbst aktiv zu werden – etwa bei der Herstellung von Bienenwachstüchern in Zusammenarbeit mit dem Roland-Eller-Umweltzentrum. Gleichzeitig präsentierte das Ressort Abfallwirtschaft des Landratsamtes Aschaffenburg einen Faktencheck zu Kippenmüll sowie Informationen zum Reparaturbonus und vielem mehr.

Gemeinsam mehr erreichen

Die Veranstaltung war von einem regen Austausch geprägt, bei dem die Teilnehmenden eigene Tipps teilen und sich für zukünftige Projekte vernetzen konnten. Ziel bleibt, ein breites Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu schaffen – nicht als isoliertes Thema, sondern als integralen Bestandteil des Alltags, sei es privat, im Verein, in der Kommune oder am Arbeitsplatz. Durch die vielfältigen Impulse des Netzwerktreffens wurde ein weiterer Schritt in diese Richtung gemacht. Leser:innen finden Tipps auf www.fabuly.de.

Kategorien: Pressemitteilung

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